Crowdfunding-Projektbericht „Öffnung der Dianawiese* – Sport & Spaß für ALLE im Augarten“

Unser Croudfundingprojekt auf Respekt.net wurde soeben abgeschlossen, alle T-shirts an SpenderInnen versendet. Einen Projektbericht mussten wir auch schreiben. Hier ist er, bitteschön. Eignet sich auch gut als Jahresrückblick.

Abschlussbericht allgemein

Nach 2 Jahren, in denen die Öffnung der Dianawiese* aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war, kehrte „Parksportkultur“ wieder in den Augarten zurück. Damit war auch die Rückkehr der Wilden Liga Wien in ihre alte Heimstätte verbunden.

Aufgrund der zweijährigen Pause war das Angebot der öffentlichen Nutzung des Platzes ein wenig in Vergessenheit geraten. Um das Projekt wieder in Erinnerung zu rufen, haben wir zum ersten Mal eine Presseaussendung ausgeschickt. Die Bezirkszeitungen des 20. und 2. Bezirks berichteten daraufhin auf der Titelseite über das Projekt. Auch die Wiener Straßenzeitung erwähnte unser Angebot und bewarb darin unsere Croudfunding Kampagne.

Insgesamt wurde die Dianawiese 2022 an 26 Samstagen geöffnet. Kein einziger Tag musste wetterbedingt abgesagt werden. Im August fand außerdem an einem Samstag ein FLINT-Workshop auf der Dianawiese statt. FLINT-Workshops sind Fußballtrainings, die insbesondere auf die Bedürfnisse von FLINT-Personen (Frauen, Lesben Intersexuelle, Nicht-binäre, Trans-Personen) eingehen.

Der Höhepunkt der Saison war einmal mehr das Fußballturnier der Wilden Liga; DJs und gutes Essen sorgten wie jedes Jahr für gute Stimmung und einen unvergesslichen Tag auf der Dianawiese.

2022 ist zudem eine neue Kooperation mit der Hobby Lobby entstanden. Die Hobby Lobby ermöglicht kostenlose Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Schichten. Seit letztem Jahr kommuniziert sie unser Angebot über Schulen und ihre Internetplattform an Jugendliche.

* Achtung: Der offizielle Name des Sportplatzes lautet Jahnwiese. Da wir uns mit dem Namensgeber nicht identifizieren können, verwenden wir den Namen Dianawiese!

Welchen gesellschaftspolitischen Zweck hat das Projekt erfüllt?

Unsere Vision ist es nicht nur Sportinfrastruktur im Augarten für die Allgemeinheit zu öffnen, sondern auch einen integrativen und inkludierenden Begegnungsraum zu schaffen.

Öffentliche Sportinfrastruktur, wie zum Beispiel Fußballkäfige in Parks, gehören zu den lebendigsten Räumen in der Stadt. Sie sind Begegnungsräume, in denen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozioökonomischen Status aufeinandertreffen. Die Dianawiese soll sich zu einem lebendigen Ort in diesem Sinne entwickeln.

Darüber hinaus wollen wir hier eine Kultur etablieren, die sich durch Fairplay, Offenheit, Respekt und inkludierendes Verhalten auszeichnet. Die Sport-Community und die gelebte „Parksportkultur“ sollen die Inklusion aller Menschen fördern.

Diesem Ziel sind wir durch die Reaktivierung des Projekts 2022 wieder einen Schritt näher gekommen: Die Öffnung des Platzes wird nach 2 Jahren Pause wieder wahrgenommen, eine neue Kooperation mit der Hobby Lobby ist entstanden, neue Ideen und Pläne für die nächsten Jahre wurden entwickelt.

Wie waren Reaktionen anderer zu diesem Projekt?

  • Insbesondere die Reaktionen der Wilde Liga-Community waren sehr positiv. Alle waren froh darüber nach zwei Jahren Wanderschaft, in denen die Wiener Parks bespielt wurden, wieder auf die Dianawiese zurückkehren zu können. Bei aller Romantik der legendären „Gstättn“ wie Grafenwiese, Arsenal und Donaupark wurde deutlich, dass die Mehrheit der SpielerInnen es bevorzugt alle Spiele an einem einzigen Ort auszutragen. Nur so ist es möglich, dass alle regelmäßig zusammenkommen und ein Gemeinschaftsgefühl entsteht.
  • Die Bezirkszeitungen in der Brigittenau und in der Leopoldsstadt haben in ihrer Ausgabe vom 1.Juni ausführlich über die Öffnung der Dianawiese berichtet. Shams und die Dianawiese haben sogar das Titelblatt geschmückt. Den Artikel könnt ihr HIER nachlesen.
  • Die Straßenzeitung Augustin berichtete in der Ausgabe vom 27.Juli von unserem Projekt. Den Artikel könnt ihr HIER nachlesen.
  • Da die Crowdfundingkampagne auf Respekt.net nicht vor, sondern während der Projektumsetzung lief, kann man den Erfolg der Kampagne auch als positive Reaktion auf das Projekt ansehen. Zum zweiten Mal nach 2019 wurde die Öffnung der Dianawiese* größtenteils durch unsere Community finanziert.

Wofür wurde das gespendete Geld konkret ausgegeben?

Durch unsere Kampagne wurde 2734€ gespendet. Abzüglich der Gebühren für die Croudfundingkampange standen 2441,07€ für das Projekt zur Verfügung. Diese wurden folgendermaßen ausgegeben:

  • Benützungsgebühr für den Bundesspielplatz Jahnwiese (26 Tage): 1300€
  • Beitrag zu Anerkennunghonoraren für die Betreuung des Sportplatzes (Auf- Absperren, Auf- und Abbau, Beaufsichtigung): 670€
  • Kleinfeldtore für WLW (Gebraut von der Stadt Wien erworben): 300€
  • Beitrag zu Materialkosten für T-shirtdruck (Dankeschöngeschenke Croudfunding): 181,07€

SUMME: 2441,07€

Wie werden Sie die Mildtätigkeit des Projektes nachweisen?

Die Öffnung der Dianawiese soll allen Menschen die Möglichkeit bieten kostenlos, unverbindlich und ohne Konsumzwang Sport zu betreiben. Darüber hinaus haben wir den Anspruch einen integrativen und inkludierenden Begegnungsraum zu schaffen. Wer sich davon überzeugen möchte, kann jeden Samstag zur Dianawiese kommen und sich vor Ort selber ein Bild machen.

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